50 KM mit dem Hund?

Am 29.4. war es soweit. Knapp drei Wochen nach meiner Operation fand die Bergische 50 statt. Die Bergische 50 ist eine Veranstaltung in Bergisch Gladbach. Zurückgelegt werden sollen innerhalb von 12 Stunden 50km. Dabei ging die Strecke diesmal über Eichhof, Eikamp, Bechen Weiden vorbei am Golfclub Kürten und Olpe zurück nach Bergisch Gladbach. Also ein gutes Stück Fußarbeit 🙂

Viele haben Angst, ihr Vierbeiner könne solch eine Strecke bei weitem nicht schaffen, weit gefehlt. Unsere Hunde sind dafür ausgestattet, längere Strecken zu laufen. So wie wir. Natürlich sollte euer Hund gesund sein, körperlich fit und Ihr müsst Ihn gut einschätzen können 🙂 Auch Rassespezifische Merkmale können für solch eine Wanderung von Vorteil oder Nachteil sein. Einem sehr kurzbeinigen und kurzatmigen Hund würe ich die Strecke dann doch nicht zutrauen wollen.

Den Streckenplan könnt Ihr hier begutachten: http://www.bergische50.de/assets/client/Strecke%202018/bergische50-2018.pdf

Unser Tag begann früh. Um sechs Uhr morgens packte ich bereits die Rucksäcke, eine ordentliche Dosis Hundesnacks, Verbandszeug falls etwas ist zu trinken für beide Parteien. Um acht Uhr ging es ja schon los.

Bei der Bergischen 50 sind Hunde erlaubt. Ich hatte auch die ganzen 50km nicht den Eindruck, meine Hunde stören irgendwen. Ich habe mich bewusst etwas am Ende der Schlange gehalten. 🙂 Auch bei den Verpflegungsstationen gab es immer eine HUndesnack-Zone. Als Mensch wurde man sehr gut versorgt und als Hund sowieso. Wobei natürlich das beste am Spaziergang die kühlen Bäche waren, und die Matschlöcher!

Absolut kein Problem waren die ersten 25 Kilometer. Bei der Hälfte der Wanderstrecke gab es auch eine ausgiebige Pause. Neben Bolognese, Obst, Müsliriegeln und Softgetränken gab es auch für die Hunde zu fressen. Der ein oder andere Wanderer gönnte sich bei Sonnenschein ein kühles Bierchen. 🙂

Skali bevorzugte ein Nickerchen in der Pause während wir unsere Füße lüfteten.

Ab Kilometer 35 hatte Jolly allerdings nicht mehr soooo viel Lust. Auch das Schuhwerk meines Mannes zeigte seine tücken, so bekam er leider heftige Laufblasen. Skali hingegen genoss den langen ausgiebigen Spaziergang rund um das Bergische. Ich dachte eher er macht schlap, aber nein. Skali war hoch motiviert, fit und überaus munter und glücklich. Er freute sich tierisch und durchstöberte immer in meiner Nähe jeden Busch und jede Wiese.

Ab Kilometer 40 wurden dann doch langsam die Kräfte weniger. Aber gut gelaunt, zufrieden und voller Motivation starteten wir in die letzten 10 Kilometer. Bei Kilometer 46 traf Skali noch auf einen Australian Shepherd – natürlcih musste erst einmal eine große Runde „los jag mich“ gespielt werden… und das nach bald 10 Stunden laufen!

Nach 11 Stunden und 41 Minuten waren wir im Ziel. Einige ganz harte Jungs haben die Strecke joggend nach 4 1/2 Stunden abgeschlossen. Ich war ja quasi noch in der Heilungsphase aber ich habe es auch geschafft. Schmerzen hatte ich keine, auch keine Blase habe ich bekommen 🙂 Nur etwas Muskelkater am nächsten morgen.

Ich bin zufrieden und auf jedenfall nächstes Jahr wieder bei den Bergischen 50 dabei. Die Hunde haben sehr sehr gut geschlafen. Während Jolly am Tag danach überhaupt keine Lust hatte irgendwas zu machen, war Skali wieder erholt und hätte die Strecke durchaus nochmal laufen können. Der kleine Spinner.

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