Die Sache mit dem Auslandstierschutz

Auslandstierschutz ist schwierig. Du wirst auf Hundehalter stoßen, die dich an den Pranger stellen werden und dir den Spruch drücken werden: „Wieso ein Auslandshund, wieso keinen aus dem heimischen Tierheim.. wir haben hier in Deutschland doch genug Hunde, die ein Zuhause suchen, schämst du dich nicht?“ – deine Antwort sollte ein klares nein beinhalten. Während unsere Tierheimhunde in Deutschland ein relativ entspanntes Leben haben, haben die Hunde in den Tötungsstationen keine Aussicht auf ein Leben, sei es nur im Zwinger. Der Tod ist hier allgegenwärtig.

Einige Tierheime holen selber Hunde aus anderen Ländern, selbst wenn die eigenen Zwinger voll sind – warum? Na, weil Sie primär Leben retten und der Hund hat definitiv noch eine Chance zu leben, sei es im Zwinger.

Manche Organisationen geben sich nur als „Organisationen“ aus. Sie fangen selber Hunde, vorwiegend junge Welpen, pferchen Sie in Boxen in einen Transporter und verticken diese an Personen, die Mitleid mit einem kleinen süßen Welpen haben und das auf offener Straße. Schnelles Geldmachen ist hier angesagt.

Wie kannst Du eine verantwortungsvolle, seriöse Tierschutzorganisation erkennen?
♦ Es muss klar auf der Webseite erkennbar sein:
♦ Ist der Verein eingetragen
♦ Ist es ein gemeinnütziger Verein und anerkannt?
♦ Gibt es Partnertierheime vor Ort?
♦ Ist das Impressum seriös? Sind die Angaben auf der Webseite seriös?
♦ Wie sieht die Tierschutzarbeit aus? Was leistet der Verein vor Ort?
♦ Ist das Ziel die Hunde vor Ort zu schützen und für nachhaltigen Tierschutz vor Ort zu sorgen, oder ist das Ziel des Vereins, möglichst viele Hunde „freizukaufen“?
♦ Gibt es Pflegestellen für die Hunde?
♦ Gibt es auf der Vereinshomepage auch ältere Tiere und nicht nur junge Hunde? Letzteres siehe meine Anmerkung oben..
♦ Werden die Tiere geimpft, kastriert, parasitär behandelt und gechipt vermittelt? Wie sieht es mit den Reisekrankheiten wie Leishmaniose aus? Werden die Hunde getestet?
♦ Wird das Tier per Traces transportiert?
♦ Gibt es Vor- und Nachkontrollen (sollte es bei unseren heimischen Tierheimen auch geben)?
♦ Wird ein Schutzvertrag erstellt (achten Sie auf Formulierung und lücken, Fragen Sie ggf. einen Anwalt)?

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