S-Bahn fahren leicht gemacht

Ein Straßenhund in der Bahn?

Na klar – nur weil der Hund Dinge und Arten der Menschen nicht kennt, müssen Sie ja nicht grundlegend schlecht sein. Es ist wichtig, dem Hund vieles beizubringen. Wir möchten mit unserem Begleiter ja auch etwas erleben, etwas sehen. Uns mal in der Innenstadt zu einem Kaffee in ein Café setzen während der treu schauende Hund daneben liegt.

Wichtig ist, dass dein Hund dir schon vertraut. Das du Ihn kennst und „lesen“ kannst. Das Du in Situationen richtig reagierst und vor allem ruhig. So ein Bahnsteig kann schon aufregend sein. Aber wie gestaltet man als allererstes einen Bahnsteig interessant?

Nun, im Prinzip ist alles was am Bahnsteig ist grundsätzlich erstmal mega toll. Wir müssen natürlich unsere eigene Nervosität gut unterdrücken kennen und den Ansatz haben das es klappt. Kein vielleicht, kein Mal schauen sondern direkt mit dem Mut und der Energie angehen „DAS KLAPPT“.

DAS KLAPPT! Wichtig! Immer im Kopf behalten „DAS KLAPPT“. Packt zuvor eine große Tüte extrem leckerer, super toller Sachen. Hundewurst, Leberwurst aus der Tube, Fleischwurst. Packt euch einen Rucksack für alle Fälle. Ein paar Tücher, ein Reisenapf und eine kleine Flasche Wasser, etwas Gesundes für euch. Zieht eurem Straßenhundi ein Geschirr an. Es ist wichtig, Ihn vorher an das Geschirr zu gewöhnen. Schnallt Ihn am besten an Geschirr und Halsband mit zwei Leinen an. Wenn Ihr später das Gefühl habt alles ist easy, dann nutzt nur das Halsband oder das Geschirr, je nachdem. Nun zurück zum Bahnsteig und euren Leckerlies. Manche Bahnsteige haben Holzbänke, nutzt doch die Gelegenheit und übt mit euren Vierbeiner das hinaufspringen auf Bänken. Das dient nicht nur der Teamorientierung sondern festigt die Bindung und wenn Ihr einen Hüpf-Clown habt wie ich, wird es Ihm Spaß machen. Lobt euren Hund ausgiebig mit Worten, Wurst und Streicheleinheiten, vll. Auch mit Spielzeug wenn er es in diesem Moment annimmt. Vergnügt euch auf dem Bahnsteig – denn BAHNSTEIGE sind toll.

Fährt der Zug ein bleibt ruhig. Denkt daran, erstmal alle Leute ein und aussteigen zu lassen. Mit eurem Hund solltet Ihr als letztes die Bahn betreten. Ist die Bahn sehr voll sucht euch einen ruhigen Stehplatz. Ihr solltet natürlich nicht direkt in der Kölner Innenstadt um sechs Uhr morgens wenn alle zur Arbeit müssen Bahn fahren. Nutzt einen ruhigen Tag. Habt Ihr einen ruhigen Stellplatz gefunden, lobt euren Hund ausgiebig, denn in diesem Moment ist es äußert wichtig, das die Fahrt an sich sowie das Gefährt positiv bestärkt wird. Manche Hunde haben Angst wenn es ruckelt. Stellt euch so hin, dass euer Vierbeiner sich anlehnen kann, ggf. verkriecht er sich hinter euch oder zwischen die Beine. Das ist OKAY – zeigt er Panik solltet Ihr die nächste Station nutzen um einmal Luft zu schnappen. Reagiert während einer Panikattacke ruhig, setzt euch (ja ich weiß BÄH) auf den Boden und zeigt Ihm sichtbar Gegenstände in der Bahn „Oh was ist das denn, eine coole Holzplastikvertäfelung“ – egal. Lasst Ihn schnüffeln und zur Ruhe kommen. Negativ wäre, wenn Ihr jetzt selbst aus der Haut fahrt, euren Vierbeiner anschreit oder IHN Lobt. Ihr müsst versuchen Ihn abzulenken. Bei mir klappt das gut mit einer raschelnden Tüte wo ja etwas Leckeres versteckt sein könnte. Ich hatte aber den Luxus dass keine Panikattacke entstand. Bleibt ruhig und besonnen. Zeigt eurem Hund die Bahn. Wenn es leer ist lauft ruhig mal an Sitzen vorbei. Setzt euch in eine vierer Reihe (aber bitte den Hund nicht auf den Sitz) und genießt die Fahrt.
Lobt euren Hund bei ruhigem Verhalten. Versucht Ihn mal ins Sitz zu bringen oder ins Platz.

Bahnfahren ist Übungssache. Manche Hunde stecken die Fahrt ohne Probleme weg, andere haben Panik und Angst. Wir müssen hier unseren Vierbeiner unterstützen und mir Respekt entgegen treten. Wenn Ihr euch unwohl fühlt, nutzt einen Maulkorb. Er sollte aber vorher schon an den Maulkorb gewöhnt werden.

Bahnfahren kann entspannend sein. Und am besten schmeckt der Kaffee nach einer erfolgreichen Fahrt. Also los! Traut euch.

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